Schärfmaschinen gebraucht kaufen 178

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    Aufbau einer Schärfmaschine

    Neben einer Vielzahl von Speziallösungen sind vor allem die Standard-Schleifmaschinen am weitesten verbreitet. Diese bestehen aus einer elektrisch angetriebenen Schleifscheibe und einer Werkzeugführung. Die Schleifscheibe kann horizontal oder vertikal angeordnet werden. Maschinen mit horizontal angeordneten Schleifscheiben werden auch Tellerschleifmaschinen genannt. Vertikal angeordnete Schleifscheiben findet man häufig als Einfach- und Doppelschleifböcken. Obwohl die Einfach- und Doppelschleifböcke sehr weit verbreitet sind, sind sie in der Ausführung als Werkzeugschärfmaschinen nicht mit den groben Bearbeitungsmaschinen zu vergleichen. Vor allem die Führung und das Schleifgut ist auf eine wesentlich präzisere Bearbeitbarkeit ausgelegt, als es mit den normalen Schleifböcken möglich wäre. Mit einer Versorgung mit Kühlschmierstoff wird die Qualität des Schärfergebnis erheblich verbessert. Das Schleifen stellt einen abrasiven Abtrag dar, welcher mit einer hohen Wärmeentwicklung verbunden ist. Beginnt das Werkzeug während des Schärfens zu glühen, findet an seinen kritischen Stellen eine Aufweichung des Materials statt. Dies muss anschließend in einem speziellen Härteverfahren wieder beseitigt werden, sonst wird das Werkzeug bei dem ersten Einsatz binnen Sekunden wieder stumpf. Den Härteprozess kann man sich mit dem Einsatz einer Schärfmaschine sparen, die über eine Flüssigkeitskühlung verfügt.

    Die Qualität der Schärfmaschinen geht weit auseinander. Für den Heimgebrauch sind im Versandhandel und dem Baumarkt Schärfmaschinen für weit unter hundert Euro verfügbar. Diese Maschinen eignen sich nur für die Aufarbeitung von Werkzeugen, welche für weiche und unkritische Materialien bestimmt sind. Holz- und Steinbohrer sind hierfür Beispiele, die mit einem Bohrerschleifgerät geschärft werden. Bei beiden Werkstoffen sind die erforderlichen Toleranzen mit den industriellen Anforderungen nicht vergleichbar. Dennoch gibt es auch in diesem Bereich bereits hochwertige Maschinen mit speziellen Führungen, welche auch das gezielte Schleifen von Meißeln und Stechbeiteln erlauben.

    Arbeiten an Schärfmaschinen

    Schärfmaschinen arbeiten zwar weitestgehend automatisch bzw. selbsterklärend. Für die Bearbeitung von industriellen Schneid-, Bohr-, und Fräswerkzeugen sind genaue Kenntnisse über den Aufbau einer Schneide für den Einsatz als Zerspanungwerkzeug notwendig. Das Personal, das zum Beispiel mit einem Bohrerschleifgerät arbeitet, sollte auf jeden Fall geschult sein.

    Die Schneide eines Hartmetallmeißels besteht aus einer definierten Geometrie. Die Hauptschneide wird von der Hauptfreifläche und der Spanfläche flankiert. Die Nebenfreifläche schließt mit der Spanfläche wiederum die Nebenschneide ein. Zwischen diesen drei Flächen müssen exakte Winkel eingehalten werden. Diese Winkel bilden im Bearbeitungsprozess den Spanwinkel, den Keilwinkel, den Freiwinkel und den Schnittwinkel. Der Einrichter bzw. Zerspanungsmechaniker muss ich auf die exakte Winkeligkeit des Werkzeugs verlassen, sonst sind erhebliche Qualitätsverluste am Werkstück die direkte Folge von einem unfachmännisch geschärften Werkzeug. Zwar stehen hierfür eine Anzahl spezieller Maschinen zur Verfügung. Diese fachmännisch bedienen zu können, erfordert neben einer mehrjährigen Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker auch eine hohe Erfahrung und spezielle Schulung. Das Schärfen von Helixfräsern ist beispielsweise besonders kritisch. Beim Zerspanungsprozess wird zwischen einem Schrupp-, bzw. Räum- und einem Schlichtvorgang unterschieden. Beim Schruppen oder Räumen werden die ungefähren Maße des gewünschten Bauteils angefahren, so dass ein Großteil des Materials für die Feinarbeit schon entfernt wurde. Der Schlichtvorgang trägt anschließend die restlichen Millimeter des Grundmaterials ab. Helix-Fräser sind Werkzeuge, welche für den flächigen, schlichtenden Abtrag des Materials eingesetzt werden. Es sind Schaftfräser, bei welchen eine Vielzahl an Schneidklingen spiralförmig um die Mittelachse angeordnet sind. Die Ergebnisse sind mit diesen Werkzeugen hervorragend. Dazu ist eine extrem scharfe Ausarbeitung dieser Werkzeuge notwendig. Die Schneidklingen dieser Werkzeuge sind so gefährlich, dass sie nur mit schnittfesten Handschuhen berührt werden dürfen. Spiralförmige Klingen für den Schlichteinsatz stellen eine der schwierigsten Aufgaben zum Schärfen dar. Diese Klingen in der erforderlichen Präzision nachschleifen zu können, ist eine besondere Herausforderung.

    Auch normale Werkzeuge sind nach dem Schärfen gefährlich. Sofern keine Schutzkappen oder Verpackungen für die Werkzeuge vorhanden sind, empfiehlt sich die Verwendung von Schutzflüssigkeiten. Die Werkzeuge werden einfach in diese wachsartigen Schutzflüssigkeiten eingetaucht, wenn diese durch Erwärmen ausreichend flüssig gemacht wurden. Nach dem Entfernen aus dem Bad erstarrt die Flüssigkeit sofort zu einem Schutzfilm. Normales Stearin oder Kerzenwachs ist hierfür jedoch ungeeignet, da diese Materialen stark haftende Eigenschaften haben. Spezielles Schutzwachs für Zerspanungswerkzeuge zeichnet sich durch eine leichte Lösbarkeit aus.

    Nach dem Schleifen ist bei Fräswerkzeugen im Metallbau eine Vermessung notwendig. Der Abtrag an der Schneide verändert die Geometrie des Werkzeugs. Diese Veränderung muss beim neuerlichen Einsatz des Werkzeugs berücksichtigt werden. Zu diesem Zweck gibt es Spezialgeräte, welche die präzisen Maße eines Werkzeugs aufnehmen und verarbeiten können.

    Hersteller der Schärfmaschine/ Bohrerschleifgerät

    Preiswerte Bohrerschleifgeräte werden von PROXXON, BOSCH, METABO und GUEDE vertrieben. Hochwertige Ausführungen dieser Geräte bieten die Unternhmen KAINDL, OPTIMUM, FRÖHLICH+DÖRKEN sowie SCHANBACHER an.

    Schärfgeräte für Sägeblätter sind von BERNARDO, WABECO, SCHMIDT TEMPO und WMV empfehlenswert. Schärfmaschinen für Drehmeißel und Fräser bietet das Unternehmen KNUTH an.

    Maschinen, auf denen Wendeplatten geschärft werden können sind von FLEISCHMANN, WIDMA, AGATHON, und MAW lieferbar.